Wanderungen


Wildrosenpfad Ermatingen

Wildrosenpfad Ermatingen

Entlang des Wanderweges duch das Neuguet in Ermatingen wachsen alle in der Schweiz heimischen Wildrosenarten. Ein Besuch des Wildrosenpfades lohnt sich insbesondere im Mai und Juni, wenn die Wildrosen für kurze Zeit in verschiedenen Rottönen blühen und einige der Blüten feine Rosendüfte versprühen oder ab dem Sommer, wenn die reifen Hagenbutten an den Rosensträuchern hängen. Für Interessierte sind alle Wildrosenarten mit deutschem und lateinischem Namen beschriftet.

Besichtigung jederzeit, der Pfad ist frei zugänglich.

Informationen
Wildrosenpfad Ermatingen
Neuguet, Ende Neuguetstrasse
8272 Ermatingen
Kontakt: Tourismus Ermatingen, Bahnhof
Tel.  +41 (0)71 / 664 19 09
Fax +41 (0)71 / 664 18 07

Erreichbarkeit
mit dem Auto:
- in Ermatingen Richtung Wolsberg, lins in die Neuguetstrasse abbiegen, über die Bachbrücke zum Pistolenschiessstand

mit Bus/Bahn/Schiff:
- ab Bahnhof Ermatingen Fussweg über Kirche, Hotel Adler, Richtung Wolfsberg, Neuguetstrasse zum Postlaenschiessstand, Fussweg etwas 1.3 km

Parkmöglichkeit
beim Pistolenschiessstand

Gruppen
sind bis 30 Personen möglich

 

Kurze Route: Ermatingen Bahnhof – Triboltingen – Zelglihof – Ermatingen Stad

Dauer 1 h 38 min
Distanz 6.4 km
Tiefster Punkt 395 m
Höchster Punkt 513 m
Gesamtabstieg 127 m
Gesamtaufstieg 127 m
Sehenswürdigkeiten 


Zelgliof - Biobauernhof mit Hochlandrindern
Kapelle St. Nikolaus, Triboltingen
Grillplatz direkt am See (Agerstenbach)


Kurze Route: Ermatingen Bahnhof – Triboltingen – Zelglihof – Ermatingen Stad
Vom Bahnhof Ermatingen verläuft der Wanderweg ostwärts in Richtung Triboltingen, überquert nach kurzer Zeit die Bahngeleise und verlässt schon bald das Siedlungsgebiet. Zwischen dem naturbelassenen Schilfufer des Untersees, welches unzähligen Wasservögeln Brutmöglichkeiten bietet, und der Bahnlinie verlaufend, erreicht der Weg schliesslich die Station Triboltingen. Hier angekommen führt der Weg in das malerische Dorf mit den vielen gut erhaltenen Riegelbauten. Auch ein Blick in die Kapelle St. Nikolaus, welche am Weg liegt, lohnt sich. Neben den Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert sind Heilige und Passionsszenen aus dem Jahr 1500 erhalten.
Der Wanderweg verlässt nun das Dorf Triboltingen und steigt auf eine terrassenförmige Anhöhe hinauf. Dieser Aufstieg wird mit einer herrlichen Aussicht auf den Untersee und den Seerhein belohnt. Besonders erwähnenswert sind dabei die Klosterinsel Reichenau, Unesco Welterbe, und das ausgedehnte Naturschutzgebiet des Wollmatinger Rieds. Auf der Anhöhe richtet sich der Weg nun wieder westwärts in Richtung Ermatingen. Beim Landwirtschaftsbetrieb Zelglihof können sich Wandernde und Schottische Hochlandrinder sowie verschiedene Kleintiere gegenseitig bestaunen. 


Nach kurzer Zeit öffnet sich dann auch der Blick in Richtung Norden auf Schloss und Kongresszentrum Wolfsberg. Seit 1970 ist die UBS Besitzerin der historisch gewachsenen Schlossanlage und hat diese schrittweise in das heute bestehende Kongresszentrum erweitert. Bevor der Wanderweg nun wieder ins Dorf Ermatingen hinunter führt, präsentieren sich im Vordergrund ein letztes Mal der Untersee und in der Ferne die Hegauvulkane. Quer durch Ermatingen erreicht der Weg den Festplatz an der Schifflände im Dorfteil Staad, der ehemaligen Fischereisiedlung.

 


Mittlere Route: Ermatingen Bahnhof – Arenenberg – Obersalenstein – Sandegg – Berlingen Jüüch – Mannenbach – Ermatingen Stad

Dauer 2 h 41 min
Distanz 10.2 km
Tiefster Punkt 395 m
Höchster Punkt 513 m
Gesamtabstieg 210 m
Gesamtaufstieg

210m

Sehenswürdigkeiten 





Vinorama Ermatingen, Wein- und Dorfmuseum
Schloss & Park Arenenberg, Napoléonmuseum
Besenbeiz Eymann, Salenstein
Gasthof zum Eugensberg, Salenstein
Aussichtspunkt Sandegg
Strandbad Ermatingen


Mittlere Route: Ermatingen Bahnhof – Arenenberg – Obersalenstein – Sandegg – Berlingen Jüüch – Mannenbach – Ermatingen Stad
Ermatingen ist ein geschichtsträchtiger Ort. Dies zeigt sich schon auf dem Weg vom Bahnhof in Richtung Westen, wo der Weg zwischen der heute paritätischen Kirche und dem Kehlhof bergan führt. Im Kehlhof, dem ehemaligen mittelalterlichen Verwaltungsgebäude des Klosters Reichenau, ist ein Gerichtssaal mit Wabendecke sowie Wandgemälde mit alt- und neutestamentarischen Szenen erhalten geblieben. Nach dem Überqueren der Hauptstrasse bleibt der Blick am ehrwürdigen Gasthof Adler hängen, welcher durch seine aus dem 16. Jahrhundert stammenden Fassadenfresken auffällt. Vor dem Aufstieg in den Arenenberg passiert der Weg das Vinorama Museum Ermatingen. Dieses besteht aus dem Haus Phönix, der Remise sowie dem Rosengarten und beherbergt verschiedene Ausstellungen zur regionalen Geschichte sowie dem Weinbau am Bodensee.


Nach rund eineinhalb Kilometern erreicht der Wanderweg den Arenenberg. Im 1548 erbauten Schloss, welches die Mutter Napoléons III. 1817 erworben hatte, befindet sich heute das Napoléon-Museum. Ein Abstecher durch die 2008 neu eröffnete Parkanlage, deren Herzstück restauriert werden konnte, lohnt sich ebenfalls. Auch das Bistro Louis Napoléon lädt zum Verweilen ein. In den neueren Gebäuden des Komplexes befindet sich seit 1906 die thurgauische Landwirtschaftsschule, heute Bildungs- und Beratungszentrum.


Nun führt der Weg wieder bergauf in Richtung Obersalenstein und durchquert schliesslich das malerische Rütelitobel, charakteristisches Beispiel für die vielen, vom Wasser geformten Täler auf der Nordseite des Seerückens. Mit ein wenig Glück kann nun durch die Hecke ein Blick auf das 1821 erbaute Schloss Eugensberg erhascht werden. Bei der ehemaligen Burg Sandegg, welche 1833 abgebrannt ist, lässt sich noch einmal die Aussicht auf den Untersee geniessen, bevor der Abstieg nach Berlingen in Angriff genommen wird.


Am östlichen Dorfrand von Berlingen überquert der Weg dann die Bahnlinie und die Hauptstrasse, um sich entlang des Sees wieder dem Ausgangsort Ermatingen zuzuwenden. In Mannenbach, welches zur Gemeinde Salenstein gehört, sind von der Seepromenade aus ausser dem Schloss Arenenberg auch das Schloss Luisenberg und das aus dem Mittelalter stammende Schloss Salenstein zu erblicken.
Eingangs Ermatingen passiert der Weg das Strandbad und der See lädt zum Bade. Zum Schluss wird die ehemalige Fischereisiedlung, der heutigen Dorfteil Stad durchquert und die Wanderung endet beim Festplatz an der Schifflände.

 


Lange Route: Ermatingen Bahnhof – Wolfsberg – Helsighausen – Obersalenstein – Arenenberg – Ermatingen Stad

Dauer 3 h 15 min
Distanz 12.5 km
Tiefster Punkt 402 m
Höchster Punkt 667 m
Gesamtabstieg 345 m
Gesamtaufstieg

347 m

Sehenswürdigkeiten 



Wolfsberg Ausbildungszentrum
Weiler Helgishausen
Besenbeiz Eymnn, Salenstein
Schloss & Park Arenenberg, Napoléon-Museum

Lange Route: Ermatingen Bahnhof – Wolfsberg – Helsighausen – Obersalenstein – Arenenberg – Ermatingen Stad
Vom Bahnhof Ermatingen führt der Wanderweg über den Bahnhofplatz zur Schiffländestrasse, erreicht südwärts die Hauptstrasse und überquert diese. Ein malerischer Fussweg entlang des Dorfbaches verläuft abseits der Quartierstrassen in den höher gelegenen Dorfteil. Nun beginnt der Aufstieg in Richtung Seerücken, welcher das Thurtal vom Untersee abtrennt. Auf halber Höhe passiert der Weg Schloss und Kongresszentrum Wolfsberg. Seit 1970 ist die UBS Besitzerin der historisch gewachsenen Schlossanlage und hat diese schrittweise in das heute bestehende Kongresszentrum erweitert. Gleichzeitig bietet sich ein aussichtsreicher Blick über den den Untersee, den Zeller- und den Gnadensee sowie auf die Klosterinsel Reichenau, Unesco Welterbe.
Der Weg steigt durch den Wald weiter bergan. Nach rund zwei Kilometern ist die Anhöhe bezwungen und es bietet sich ein herrlicher Blick ins Thurtal und auf den dahinter liegenden Alpstein. Nun führt der Wanderweg westwärts durch den malerischen Weiler Helsighausen, um nach knapp zwei Kilometern die Anhöhe des Seerückens wieder zu verlassen. Auf Waldwegen geht es dann Richtung Norden abwärts. Beim Adelmoos verlässt der Weg den Wald, so dass sich wiederum ein herrlicher Panoramablick auf den Untersee und das auf deutscher Seite gelegene Ufergebiet eröffnet. 


Von Obersalenstein her erreicht der Weg, immer mit Blick über den See, in kurzer Zeit den Arenenberg. Das 1548 erbaute Schloss, welches die Mutter Napoléons III. 1817 erworben hatte, beherbergt heute das Napoléon-Museum. Ein Abstecher durch die 2008 neu eröffnete Parkanlage, deren Herzstück restauriert werden konnte, lohnt sich ebenfalls. Auch das Bistro Louis Napoléon lädt zum Verweilen ein. In den neueren Gebäuden des Komplexes befindet sich seit 1906 die thurgauische Landwirtschaftsschule, heute Bildungs- und Beratungszentrum.

Schliesslich wendet sich der Weg wieder ostwärts dem Ausgangsort Ermatingen zu und passiert innerhalb des Siedlungsgebietes verschiedene Sehenswürdigkeiten. Im Vinorama Museum Ermatingen, bestehend aus dem Haus Phönix, der Remise sowie dem Rosengarten befinden sich verschiedene Ausstellungen zur regionalen Geschichte und dem Weinbau am Bodensee. Der an der Hauptstrasse gelegene, geschichtsträchtige Gasthof Adler fällt durch seine aus dem 16. Jahrhundert stammenden Fassadenfresken auf. Nach dem Überqueren der Hauptstrasse verläuft der Weg zwischen der heute paritätischen Kirche St. Albin und dem Kehlhof in Richtung See. Im Kehlhof, dem ehemaligen mittelalterlichen Verwaltungsgebäude des Klosters Reichenau, ist ein Gerichtssaal mit Wabendecke und Wandgemälden mit alt- und neutestamentarischen Szenen erhalten geblieben. Durch den Dorfteil Stad, die ehemalige Fischereisiedlung, führt der Weg schliesslich zum Festplatz an der Schifflände.


Wanderungen - Schloss Wolfsberg

Ermatingen

Am Bahnhof beachte man die Wanderweg-Tafeln. Nach Westen die Schiffländestrasse überqueren - Poststrasse - Kirchgasse - Hauptstrasse überqueren, vom Hotel "Adler" die Fruthwilerstrasse hinauf bis zur Käserei, dort der Wolfsbergstrasse folgen, am Schützenhaus vorbei - nun erblickt man das Schloss Wolfsberg. Dort findet sich seit 1975 das Ausbildungszentrum der Schweizerischen Bankgesellschaft. Der Garten kann besichtigt werden.

Marschdauer 1 Stunde

 

 

Schloss Arenenberg

Schloss Arenenberg

Vom Bahnhof westlich wandern über Poststrasse -  Kehlhofstrasse - Hauptstrasse - beim westlichen Dorfausgang nach links in die Arenenbergerstrasse zum Schloss hinauf, in dem sich das Napoleon-Museum befindet. Dann führt der Weg nach Mannenbach und auf dem Seeweg zurück nach Ermatingen.

Marschdauer 1 3/4 Stunde

 

Ermatingen - Höhenweg - Triboltingen

Vom Bahnhof westlich auf die Schiffländestrasse. Nach links hinauf, Hauptstrasse überqueren, die Schönhaldenstrasse hinauf bis zur zweiten Querstrasse nach links (Wanderweg-Tafel) zum Höhenweg. Prächtiger Ausblick über den Untersee. Man folge den Wanderweg-Tafeln bis oben an Triboltingen. Nach Überschreiten des Bächleins führt der Weg hinunter zum Dorf mit schönen Riegelhäusern. Kurzer Marsch auf der Hauptstrasse, nach rechts abbiegen und auf dem Seeweg zurück nach Ermatingen.

Marschdauer 2 Stunden

 


Ermatingen - Fruthwilen - Berlingen

Vom Bahnhof westlich Poststrasse - Kirchgasse - Fruthwilerstrasse. In Oberfruthwilen Richtung Westen, vorbei am Salensteiner Schützenhaus (schöne Aussicht), dann teils durch den Wald, zum Burst. Kurzer Gang zum Berlinger Funkenplatz (schöne Aussicht auf Untersee und Höri). Vom Burst waldeinwärts auf die Strasse nach Berlingen, zurück nach Ermatingen auf dem Seeweg. (evtl. Rückfahrt mit Bahn oder Schiff).

Marschdauer 3 1/2 Stunden

 

 

Rebwandern am Untersee


Eine Wanderung durch die schönsten Reblagen am Untersee ist ein eindrückliches Erlebnis. Die einmalige Landschaft zwischen Tägerwilen und Steckborn lud schon immer zu Wanderungen ein. Das Museum Ermatingen, das einen Schwerpunkt der Geschichte des Weinbaues widmet, hat mit Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia diesen Weg mit Hinweistafeln zum Rebbau und einem ausführlichen Wegbeschrieb ausgestaltet. Damit wird die Wanderung, welche zwischen Ufer und Anhöhen zu den reizvollsten Aussichtspunkten führt, zu einer vielfältigen Entdeckung.
 
Mit dem Geburtshaus von Jakob Müller in Tägerwilen, der mit seinem „Müller-Thurgau“ den Rebbau rettete, beginnt die Wanderung und führt anschliessend zum kleinen Rebberg, der an das riesige Weingut Schloss Hertler erinnert. Gemächlich ist der Anstieg zu den Reben von Triboltingen an. Einst war die von heute von Acker- und Grasbau geprägte Landschaft voller Rebstöcke. Zwischen dem Keberli Triboltingen und dem Klingler Ermatingen quert der Wanderer den idyllischen Lauf des Agerstenbaches, worauf der Weg nochmals einige Höhenmeter gewinnt, um die Weite des Sees und den Blick auf Ermatingen frei zu geben. Auf verkehrsarmen Pfaden führt die Wanderung durch Ermatingen, vorbei am Museum „Vinorama“, das zu einem Zwischenhalt einlädt, zum Arenenberg, wo nicht nur der Blick auf das Rebgebiet Westerfeld lockt. Da gibt es auch eine Anlage mit Dutzenden von Rebsorten, deren Eignung für den Anbau am See beobachtet wird. Bei Voranmeldung ist ein Blick in die Kellerei möglich, deren Weine tagsüber im Bistro Louis Napoléon neben dem Museum genossen werden können. Der Abstieg nach Mannenbach erfolgt auf leicht verschlungenen, dafür umso aussichtsreicheren Wegen, danach am Seehotel Schiff vorbei dem See entlang bis vor Berlingen, um wiederum in die Höhen zu den Reben zu führen. Hier wachsen die Trauben noch mitten im Dorf, wie das früher in allen Orten am See der Fall war. Bald ist der Weissenstein erklommen und die Reblagen im Jakobstal vor Steckborn entschädigen die Mühe.
 
Wer sich Zeit für die insgesamt zehn informativen Tafeln am Wegesrand, für die Aussicht in die dramatisch wechselnde Landschaft am See und für den interessanten Wegbeschrieb nimmt, und dabei Geschichte und Gegenwart des Weinbaus erwandert, benötigt für diese Entdeckung rund fünf Stunden. Ein Vergnügen ist es allemal und die Bahn bringt die Wanderer auch nach einigem Verkosten des Untersee-Weins wieder sicher nach Hause.
 
Die Wegbeschreibung ist im Museum Vinorama und bei zahlreichen Verkaufsstellen erhältlich; die Liste ist im Internet veröffentlicht.